Leica M9-P ( 18.5 Megapixel (2.5 Zoll Display) )



Leica M9-P ( 18.5 Megapixel (2.5 Zoll Display) ) Bilder

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Leica M9-P ( 18.5 Megapixel (2.5 Zoll Display) ) Kundenrezensionen:




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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
5Selbst 2016 nach wie vor meine Nummer 1
Von Roman Tripler
Die Entwicklung in Sachen Fotokameras geht rasant voran. Kameras werden immer schneller, lichtempfindlicher, können kinoreif filmen und haben allerhand Technik im Gepäck, die einem das Fotografieren erleichtern sollen. Wirklich erleichtert war ich aber 2011, als ich mir die M9-P gekauft habe. Sie ist nahezu baugleich zur M9, denn bis auf das stoßfestere Saphirglas des Displays und das Fehlen des roten Punktes vorn nicht viel anders ist.Erleichtert war ich deswegen, weil sich meine Art zu fotografieren gundlegend geändert hat. War ich doch zuvor ständig damit beschäftigt, alle Möglichkeiten meiner DSLR auszuschöpfen, flogen die Motive an mir vorbei und die Konzentration gleich mit. Die M9-P ist von der Funktionsweise her minimalistisch, reduziert und auch die Software enthält nicht mehr als nötig. Es gibt zum Beispiel keinen Autofokus, sondern fokussiert via klassischem Messsucher und es gibt z.B. auch keine Filmfunktion.Schreckt ab, oder?!Ok, manuelles Fokussieren muss man lernen, doch alle, die mir gesagt haben, dass u.a. das Tempo darunter leide, lagen komplett falsch. Nach etwa 1,5 - 2 Wochen war ich nahezu so fix wie mit dem Autofokus der DSLR und weil ich z.B. nicht neu fokussieren muss, wenn sich das Motiv und die Entfernung nicht ändert, bin ich sogar deutlich schneller. Mit der Zeit lernt man sogar "blind" zu fotografieren, weil man die Beschriftung auf den Objektiven verstehen und nutzen lernt und es einige Kniffe gibt, die brillianten Leica-Linsen ideal zu nutzen. Geht theoretisch auch mit ner DSLR, macht nur niemand. Wie gesagt, ich bin erleichtert, weil ich mich auf meinen Streifzügen nun entspannt auf das Geschehen einlassen kann und ich mich um nichts kümmern muss. Ich habe die ISO und die Blende gewählt und die Zeit bestimmt die Kamera, will ich es nicht selber machen.Dann ist da noch die Frage, ob ein nun sieben Jahre altes Gerät noch zeitgemäß im Sinne der Bildqualität ist. Jaaaaa, definitiv! Nach Behebung eines Fehlers des Sensors, das die ganze Serie hatte und Leica kostenlos korrigiert, finde ich den Sensor nach wie vor genial. Abstriche muss man dennoch machen, denn eine Lichtempfindlichkeit von ISO 3200 plus, die heute fast Standard ist, hat sie nicht. Bei 2500 ist da Schluss. Bis ISO 800 fotografiere ich in Sachen Bildqualität absolut safe, bis 1250 immer noch ziemlich gut und wenn man ein wenig Rauschen verträgt, ist auch der maximale Wert noch brauchbar. Ein Nachtsichtgerät ist es jedoch nicht.Bei Tageslicht finde ich die M9-P mit meinem 35mm ƒ2 Summicron von 1991 nahezu unschlagbar. Selbst aktuelle Spitzenmodelle anderer Hersteller liefern mir keine wirklich besseren digitalen Negative, im Gegenteil - ich bin bei den Dateien immer wieder überrascht, wie gut sie zu bearbeiten sind und wieviel Spielraum vorhanden ist. Die Kamera liefert 18 Megapixel-Dateien, was für mich reicht, denn die Datenmenge ist für Vielfotografierer nicht ganz unwichtig. Man kann die Daten unkomprimiert lassen, was den Dynamikumfang hauptsächlich in den Lichtern etwas einschränkt und landet bei etwa 35 MB je Datei oder man komprimiert und landet bei 15-18 MB. Ich nutze die komprimierte Variante und muss merklich auf nichts in meinen Motiven verzichten.Was etwas frustrieren kann, ist das Tempo des Prozessors in der Kamera. Dem merkt man seine sieben Jahre schon an. Wer gnadenlos druffhält, wird irgendwann ausgebremst, weil erst mal Daten geschrieben werden müssen. Bei mir kommt das selten sehr vor, weil ich meine Art zu Fotografieren mit der Kamera entschleunigt habe und lieber auf den Moment warte als zu hoffen, dass er bei einer Schwemme an Bildern dabei ist.Ok, das ist ziemlich viel Lobhudelei auf eine alte Kamera, es gibt wirklich gute neuere Modelle, aber warum ich mich so einsetze, hat einen einfachen Grund. Die M9-P und auch die M9 sind nämlich nun erschwinglich geworden und wer nicht gerade ne superfixe Actionkamera braucht, hat mit der M9-P ein wirklich geniales und hübsches Gerät auf das man noch genialere Linsen schrauben kann, das einen dazu zwingt, besonnen und aufmerksam zu werden und dem ein oder anderen ein Gefühl aus analogen Zeiten zurückbringt. Nachwievor eine Kaufempfehlung…

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